Drei Praxisfelder, eine technische Klammer
Meine Softwareprojekte entstehen nicht losgelöst von ihrem Einsatzbereich. Sie gehen aus konkreten organisatorischen Abläufen, Rollen, Informationsbedarfen und technischen Anforderungen hervor.
Drei Praxisfelder prägen meine Arbeit: persönliche Assistenz und soziale Organisationen, Schule und Bildung sowie betriebliche Mitbestimmung und IKT. Sie unterscheiden sich fachlich, stellen aber vergleichbare Anforderungen an Rollen und Berechtigungen, Datenschutz, Dokumentation, verständliche Bedienung und wartbare technische Strukturen.
Persönliche Assistenz und soziale Organisationen
Durch meine Tätigkeit in der persönlichen Assistenz und meine Erfahrungen mit den Abläufen eines Assistenzbetriebs in Berlin kenne ich organisatorische Anforderungen nicht nur aus technischer Sicht.
Persönliche Assistenz ist durch Selbstbestimmung, wechselnde Arbeitssituationen, Schicht- und Teamarbeit sowie klar abgegrenzte Rollen und Verantwortlichkeiten geprägt. Digitale Werkzeuge müssen diese Praxis unterstützen, ohne unnötige Daten zu erheben oder bestehende Abhängigkeiten zu verstärken.
- Rollen und Verantwortlichkeiten in Assistenzbeziehungen
- Dienst-, Team- und Vertretungsprozesse
- Dokumentation und nachvollziehbare Bearbeitungsschritte
- Zugänglichkeit und verständliche Bedienung
- Schutz personenbezogener und gesundheitlicher Informationen
- unterschiedliche Anforderungen von Beschäftigten, Nutzer*innen und Verwaltung
Eine anonymisierte Fallstudie zu modularen Nextcloud-Werkzeugen für Arbeitsorganisation ist inzwischen veröffentlicht. Die Grundfunktionen der dargestellten Anwendungen sind getestet; interne Projekt- und Organisationsbezeichnungen sowie Produktivdaten bleiben weiterhin außerhalb der öffentlichen Darstellung.
Schule und Bildung
Für ein Gymnasium in Berlin entwickle ich WordPress-basierte Werkzeuge für konkrete schulische und organisatorische Abläufe.
Dabei geht es nicht nur um die öffentliche Website, sondern auch um strukturierte Formulare, Termin- und Veranstaltungsprozesse, Datenverarbeitung sowie die Trennung gemeinsam genutzter technischer Grundlagen von fachlich eigenständigen Funktionen.
- eigene WordPress-Plugins
- Datenmodelle und Datenbankzugriffe
- Formular- und Ablaufsteuerung
- lokale Entwicklung und Tests
- Wartung und Deployment
- verständliche Bedienung
- Datenschutz und begrenzte Datenerhebung
- technische und nutzungsbezogene Dokumentation
Für die Elternsprechtags-Terminbuchung ist eine eigene Fallstudie veröffentlicht; weitere schulische Werkzeuge werden im Praxisfeld zusammengefasst. Die Grundfunktionen der Anwendungen sind getestet. Welche Screenshots, Repositories und Organisationsbezüge öffentlich gezeigt werden können, wird weiterhin projektbezogen geprüft.
Betriebliche Mitbestimmung und IKT
Als Betriebsratsmitglied in einem Assistenzbetrieb in Berlin beschäftige ich mich insbesondere mit digitalen Arbeits- und Informationssystemen.
Dabei verbinde ich technische Eigenschaften mit betrieblichen Anforderungen: Wer erhält Zugriff auf welche Daten? Welche Bearbeitungen müssen nachvollziehbar sein? Wie werden Beschäftigtendaten geschützt? Welche Funktionen verändern Arbeitsabläufe oder Kontrollmöglichkeiten?
- Rollen- und Berechtigungskonzepte
- Datenschutz und Schutz von Beschäftigtendaten
- digitale Personal- und Informationssysteme
- Protokollierung und Nachvollziehbarkeit
- digitale Zusammenarbeit im Betriebsrat
- strukturierte Sitzungs-, Beschluss- und Dokumentationsprozesse
- Übersetzung technischer Funktionen in mitbestimmungsbezogene Anforderungen
Die Read-only-Berechtigungsmatrix ist als eigene Fallstudie veröffentlicht; weitere Werkzeuge dieses Praxisfelds befinden sich in Entwicklung. Die Grundfunktionen der Anwendungen sind getestet. Vertrauliche Vorgänge, interne Dokumente und betriebliche Details werden nicht veröffentlicht.
Gemeinsame Verbindung
Die drei Praxisfelder bilden keine voneinander getrennten Tätigkeitslisten. Sie liefern reale Anforderungen, anhand derer ich digitale Prozesse analysiere und technische Lösungen entwickle.
Wiederkehrende Themen sind Rollen und Berechtigungen, strukturierte Daten, nachvollziehbare Abläufe, Dokumentation, Datenschutz und die Frage, welche technische Lösung tatsächlich erforderlich ist.